Zeittafel der Stadt Osterfeld vom 9. Jahrhundert bis zum heutigen Tag
9. Jahrhundert Hof Arenbögel in Osterfeld wird zum ersten Mal erwähnt.
1150
Im Heberegister Werden unter Abt Gerold wird zum ersten Mal Osterfeld als Ostarfeld bez. Ostervelde erwähnt
1272
Osterfeld und Kaiserswerth tauschen "wachszinsige" (abgabepflichtige) Leute aus.
1357
Das Gut Arenbögel, zugehörig zum Werdener Abteisitz, geht in den Lehnsbesitz von Rutger von Galen vom Haus Siensbeck bei Herten.
1476
Der Name Eschenbruch tritt erstmals im Pfarrarchiv St. Pankratius als Flurname auf, als Dietrich von der Hoven ein Stück Land, gelegen zwischen dem Wertefeld und dem Eschenbruch, der Kirche zu Osterfeld schenkt.
1583
Osterfeld gerät in die Kriegswirren des truchsessischen Krieges.
1660
Vestisches Lagerbuch, ältestes Höfeverzeichnis, eingerichtet.
1733
Das Haus Hove geht in den Besitz des Grafen von Merfeldt zu Lembeck über.
1758
nimmt die St. Antony Hütte den Betrieb auf. Mit der Gründung der St. Antony Hütte begann auch gleichzeitig die Formsandgräberei. Bis zur Gründung der Firma Kleine Brockhoff (1852) förderten Bauern und Kötter.
1761
14. Juni Truppen der französischen Armee unter Prinz Soubise marschieren durch Osterfeld und setzen hier über die Emscher.
1776
Der Enkel und Nachfolger von Nesselrode-Landskron nennt sich Nesselrode-Reichenstein.
1780
Einwohnerzahl: 430
1783
Erstellung einer Einwohnerliste ( Populationsliste ).
1789
Das Fronamt wird aufgehoben.
1794
30. Juni In Osterfeld kommen die ersten Emigranten ( Revolutionsflüchtlinge ) aus Frankreich an.
1795
erwirbt die Fürstabtissin Maria Cunigunda die St. Antony Hütte
1803
25. Februar

Fällt das Vest Recklinghausen und damit auch Osterfeld an den Herzog von Arenberg.

1810

gründen Gottlob Jacobi, die Gebrüder Haniel und Heinrich Huyssen die Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi, Haniel und Huyssen ( JH&H ). Die Gewerkschaft besitzt die Hütten St. Antony, Gute Hoffnung und Neu Essen.

1811
Einwohnerzahl: 556 Männer, Frauen und Kinder in 97 Häusern, 49 Ställen und 3 Wassermühlen.

vereinigt Napoleon das Vest Recklinghausen mit dem Herzogtum Berg. Die Gemeinden Bottrop, Kirchhellen und Osterfeld bilden die Mairie Bottrop. Der 1. Bürgermeister war Freiherr Friedrich von Wenge.

31. Dezember Es wird eine Salz und Tabaksteuer eingeführt.
1814
Nach der Niederwerfung Napoleons wird das gesamt Vest Recklinghausen von den miteinander verbündeten Preußen und Russen besetzt.
1815
21. Juni

wird das Vest Recklinghausen ein Teil der neu gebildeten preußischen Provinz Westfalen. Die Mairie heißt nun Bürgermeisterei Bottrop ( 1815 - 1844 ). Bürgermeister bis 1820 ist Josef Ernst.

18. Oktober Der preußische Adler wird an den öffentlichen Gebäuden angebracht.
30. November Vereidigung der Beamten.
1821
Das Vest Recklinghausen wechselt aus dem Erzbistum Köln in die Diözese Münster.
Wilhelm Tourneau ( Hugenotte ) aus Kirchellen tritt sein Amt als Bürgermeister an.
1824

Einwohnerzahl: 632 Menschen. Es gibt 1 Kirche, 1 Pfarrhaus, 1 Schulhaus, 94 Wohnhäuser, 16 gewerbliche Anlagen und Mühlen, 93 Ställe und Scheunen. In den Ställen stehen 69 Pferde, 107 Rinder, 108 Schweine und 696 Schafe.

1826
Erste Regulierung der Emscher auf Osterfelder Gebiet.
1827
Einwohnerzahl: 632

Osterfeld kauft die erste Feuerspritze. Das Spritzenhaus ist zugleich Arrestzelle.

Im Dorf wird die Hauptstraße (heute Bottroper Straße) von Bergermann bis zum Heiligenhäuschen, d. h. von der Emscherstraße (heute Osterfelder Straße) bis zur Marktstraße (heute Gildenstraße) gepflastert.
1828
Das Grundkataster der Gemeinde wird neu angelegt.
1832
Die Post fährt zum ersten Mal die Strecke Osterfeld - Bottrop - Kirchhellen.Die Straße nach Dorsten wird Poststraße.
1833
30. April Teilungsprozess des Gebietes "Rothebusch" vollzogen.
1837
In Osterfeld liegen die Rittergüter Hove und Vondern, zu denen 12 Vollbauern, 7 Halbbauern, 13 Pferdekötterund 53 kleinere Besitzer zählen.
Erste aktenkundige Niederlassung jüdischer Bürger.
1840
Erste Vorschrift zur regelmäßigen Reinigung der Straßen im Dorf Osterfeld.
1841
31. Oktober tritt die Landgemeindeordnung für die Provinz Westfalen in Kraft. Osterfeld erhält einen Ortsvorsteher und einen Gemeinderat.
1843
13. März ernennt der Landrat den Bürgermeister Tourneau zum Amtmann von Bottrop. Seine Nachfolger werden Theodor Morgenstern ( 1851 - 1873 ) und Gustav Ohm ( 1873 - 1900 ).
20. September In Osterfeld findet zum ersten Mal eine Gemeindeverordnetenwahl statt. Die Gemeindeverordneten sind Franz Stemmer, Wilhelm Schulte-Vennbur, Theodor Bramhoff, Hermann Paus, H.Kleinebrockhoff, Theodor Storp und der Vertreter des Rittergutes Vondern.
1844

erhält die Bürgermeisterei Bottrop den Status eines Amtes ( 1844 - 1891 ). Osterfeld darf einen eigenen Gemeinderat wählen, bleibt aber beim Amt Bottrop.

10. Januar Erste Gemeinderatssitzung des Amtes Bottrop unter dem Vorsitz von Wilhelm Tourneau mit den am 20. September 1943 gewählten Osterfelder Gemeindeverordneten Franz Stemmer, Wilhelm Schulte-Vennbur, Theodor Bramhoff, Hermann Paus und der Vertreter des Rittergutes Vondern. Die Gemeindevertreter H.Kleinebrockhoff, Theodor Storp ließen sich entschuldigen. Themen waren die Belange der Stadt, die städt. Grünanlagen, Bürgermeister- und Zuwanderungsfrage.
15. Februar Die Gemeindeverwaltung erhebt ein Einzugsgeld für Fremde. Für Fremde die anbauen 15 Taler und für anmietende oder Selbständige 5 Taler.
16. März Bürger gründen die erste Freiwillige Feuerwehr Osterfelds.
18. Juli Eine Hebamme nimmt im Dorf ihre Tätigkeit auf.
14. November Der Maimarkt wird gegen 50% des Standgeldes an Bottrop abgetreten.
1845
Einwohnerzahl: 775
1846
beginnen die Bauarbeiten für die Arbeitersiedlung Eisenheim.
1847
06. Januar erhält JH&H von der Königlichen Regierung in Münster die Erlaubnis, die neue Kolonie offiziell Eisenheim zu nennen.
1848
28. März Genehmigung zur Aufstellung einer Bürgerwehr vom Landrat in Recklinghausen erteilt.
12. April Die jüdischen Bürger Osterfelds werden der Gemeinde Dorsten zugeordnet.
1849
Gründung des katholischen Gesangvereins.
1850
Einwohnerzahl: 1083
Die Gaststätte Buschmann ,heutige Distel, wird an der damaligen Sterkrader Straße 117 gebaut.
1851
Gründung der Emscherkommission.
1852
Der erste Formsandverkäufer im industriellen Maßstab war die Firma Franz Kleine Brockhoff (www.kleinebrockhoff.de). Sie erschloss die erste "große" Formsandgrube auf dem Gelände des Grafen Nesselrode in Höhe der heutigen Eislaufhalle des Revierparks.
1853

bringen mehrere Gesellschaften auf der Suche nach Steinkohle auf Osterfelder Gebiet die ersten Bohrlöcher nieder

1857
stellt Osterfeld den 1. Polizeidiener ein.
1859
Beginn der Sandgräberei als Gewerbe durch die Firma Beckhoff, Pächter des Hauses Hove.
1864
Am Deutsch-Dänischen Krieg nehmen aus Osterfeld 8 aktive Soldaten und 22 Reservisten und Landwehrmänner teil.
Ein Kriegerverein wird in Osterfeld gegründet.
1866
Am Feldzug gegen Österreich nehmen 126 Männer aus Osterfeld teil. Alle kehren unverletzt zurück.
1867
Gründung des Allgemeinen Knappschaftsvereins.
1868
eröffnet der erste Arzt seine Praxis in Osterfeld.
02. Februar Pfarrer Terlunen gründet den kath. Knappenverein Osterfeld.
Laut einer Kopie der Gewerbeanmeldung für die Gemeinde Bottrop aus dem Stadtarchiv Bottrop hat Heinrich Dickmann auf dem Donnerberg mit dem Sandabbau angefangen.
1869
Die Chaussee Osterfeld - Bottrop - Buer - Recklinghausen wird ausgebaut.
1870
versorgt eine Filiale der Bottroper Apotheke Wünnenberg die Patienten mit Medikamenten.
29. Mai Der 1. Wochenmarkt entsteht in Osterfeld auf dem Marktplatz.
Heinrich Dickmann erwirbt den Armeler Hof von der Witwe Antonia Demond. Die Flächen des Hofes wurden anschließend ausgesandet.
Am Deutsch-Französischen Krieg nehmen 120 Mannschaften aus Osterfeld teil, 10 davon kehren verwundet zurück.
Anfang der siebziger Jahre wird ein Leichenhaus gebaut.
1871
Eine Choleraepidemie bricht in Osterfeld und Umgebung aus.
19. März Wahl einer Armenkommission.
1872
Die Firma Wilhelm Kleinefenn in Arbeitsgemeinschaft mit der Frau August Dickmann erschloß die Formsandgrube die heute unter dem "Begriff" Revierpark Vonderort bekannt ist. Es wurde in Richtung Bottrop weitere Bereiche ausgesandet.
1873
15. November

Die Köln - Mindener Eisenbahngesellschaft nimmt die Emschertalbahn mit dem Bahnhof Osterfeld Süd für den Gütertransport in Betrieb. Strecke Sterkrade - Schalke über Osterfeld-Süd.
Die Hüttengewerkschaft und Handlung Jacobi Haniel & Huyssen wird in die Gutehoffnungshütte, Actienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb umgewandelt.
Die Teufarbeiten für den Schacht Osterfeld 1 beginnen.

1874
01. Juli

befördert die Köln-Mindener Eisenbahngesellschaft auf ihrer "Emschertalbahn" auch Personen auf der Strecke Sterkrade - Wanne.

Pfarrer Carl Michalides erwarb von Margarethe König ein Stück Land nahe der Pfarrkirche für den Bau eines Krankenhauses.
Baubeginn der Bergisch-Märkischen Eisenbahnstrecke.
1875

Einwohnerzahl: 3 352

Osterfelder Bürger gründen den Männer Gesangsverein Eintracht.
Der erste Bauabschnitt des neuen Osterfelder Krankenhauses ist fertiggestellt.
1876

öffnet eine Postagentur ihre Pforten in der Gaststätte Witte.

1877

Die St. Antony Hütte stellt den Betrieb ein.

Mai Die Bevölkerung kann ihren Lebensmittelbedarf auf dem Wochenmarkt decken.
Die Gemeinde baut ein Armenhaus.
erhält die Gemeinde ein eigenes Standesamt.
1878
darf Osterfeld Viehmärkte abhalten
1879

befahren die ersten Züge der Rheinischen Eisenbahngesellschaft die Strecke Duisburg - Quakenbrück über Osterfeld Nord.

Die Westfälische Staatsbahn eröffnet auf der Strecke Dormund - Sterkrade den Betrieb. Ihr Bahnhof liegt an der Emsstraße.
Die Zeche Osterfeld nimmt die Förderung auf.
1880
Einwohnerzahl: 3 946.

betreibt die Bergisch - Märkische Eisenbahngesellschaft eine Bahnlinie von Oberhausen über Osterfeld Süd nach Katernberg.

1881
In Osterfeld wird ein Handwerksmeisterverein gegründet.
1882
Gründung des Bürger Schützen Vereins BSV 1882 Osterfeld e.V.
Gründung einer Kranken und Sterbelade Caritas.
Osterfeld hat 425 evangelische Bürger.
1883
Gründung der Allgemeinen Ortskrankenkasse mit Sitz in Dorsten für 800 Mitglieder.
1884
Einwohnerzahl: 3 980
wandelt die Kaiserliche Postverwaltung die Postagentur in ein Postamt III. Klasse um.
Die Westfälische Staatsbahn stellt den Betrieb ein.
1885
12. November Die ersten Schwestern beziehen das St. Marienhospital. Es sind Schwestern des heiligen Franziskus aus St. Mauritz bei Münster.
versorgt das St. Marien - Hospital die ersten Kranken.
1886
legt die Bergisch Märkische Eisengahngesellschaft ihre Strecke wieder still.
Gründung der Firma Küppers durch Jakob Küppers.
01. April Gründung des evangelischen Arbeitervereins Osterfeld.
1887
04. Januar Gründung des katholischen Arbeitervereins Osterfeld.
01. April Selbstverwaltung der Kreise eingeführt.
stellt die Westfälische Staatsbahn den Betrieb ein
1888

Die Gutehoffnungshütte versorgt die Gemeinde aus dem Werksnetz mit Trinkwasser.

Dem Postamt wird eine Telegraphenstation angegliedert.
Die Eisengahndirektion Köln beantragt den Bau eines Sammel.- und Rangierbahnhofs in Osterfeld.
erhält die Apothekenfiliale eine eigene Konzession.
Haus Hove wechselt den Besitzer. Graf Nesselrode gibt an Familie Steinhaus ab.
Gründung des katholischen Gesellenvereins.
1889
5.April genehmigt das zuständige Ministerium den Sammel.- und Rangierbahnhof mit einem Zuschuß von 5 Mio.
Gründung der Stellmacherei Hüsken. Es werden 5 Arbeiter beschäftigt.
Gründung des "Kameradschaftlichen Kriegerverein Osterfeld-Heide"
1890
Einwohnerzahl: 5 385
05. Juli Erster Antrag auf Loslösung von Bottrop.
12.August beschließt der Osterfelder Gemeinderat mit 4 gegen 3 Stimmen die Lostrennung von Bottrop.
1891
01. Juli

führt Landrat von Reitzenstein den Amtmann Werner Langweg in sein Amt ein. Die Verwaltung bezog im Hause der Witwe König auf der Bottroper Straße Ecke Waghalsstraße zwei für 25 Mark monatlich angemietete Diensträume.

geht der erste Bauabschnitt des Rangier- und Sammelbahnhofs, mit 71 Gleisen - der größte seiner Art in Europa, in Betrieb.
Die Gemeinde läßt den Marktplatz befestigen.
1892
01. April Gründung einer Gemeindekasse.

Es erscheint als erste Lokalzeitung der "Osterfelder Anzeiger". Er wird in Sterkrade gedruckt.

27. Juni Das Amt Osterfeld erhält einen Anschluß an das niederrheinisch-westfälische Fernsprechnetz.
Die hölzerne Waghalsbrücke wird gegen eine aus Eisen ersetzt.
1893
01. Januar Die neugegründete Osterfelder Ortskrankenkasse zählt 80 Mitglieder.
Gründung des Radfahrverein "Westfalia".
Gründung des "Athleten Klub Germania" als Sportverein.
September Gründung des "Turnvereins Osterfeld" in der Gaststätte Kalveram.
01. November Gründung einer eigenen Sparkasse.
1894
16. Januar stellt die Gemeinde Osterfeld beim Kreisausschuß Recklinghausen den Bauantrag für ein "Amtshaus" (Rathaus).
24. Februar genehmigt die vorgesetzte Behörde den Bau.
Erste Ausgabe der "Osterfelder Zeitung" erscheint. Gedruckt in Duisburg.
16. Mai Grundsteinlegung des neuen Osterfelder Rathauses. Baumeister Klüsener aus Sterkrade.
03. August Rohbauabnahme des neuen Osterfelder Rathauses.
Erweiterung vom Marktplatz.
Vereinigung der zwei Kriegsvereine zum Osterfelder Kriegsbund.
Gründung der selbständigen Handwerksmeister und der Schuhmacher Zwangsinnung.
08. Oktober Das Kaiser Wilhem Denkmal gegenüber vom Rathaus wird eingeweiht.
08. November übergibt der Landrat Graf von Merveldt in einer feierlichen Ratssitzung der Gemeinde Osterfeld ihr neues Rathaus.
1895
erzeugt die Kokerei Osterfeld ihren ersten Koks.
Errichtung des Postgebäudes an der heutigen Ecke Bottroper und Hans Sachs Straße.
Die Güterzugstrecke von Osterfeld nach Katernberg ist fertiggestellt.
1897
Einwohnerzahl: 6943
Die GHH baut bis 1903 für die wachsende Belegschaft der Zeche Osterfeld die Siedlung Eisenheim II mit 30 Häusern.
Gründung der Ortsgruppe des "Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter".
verbindet die Straßenbahnlinie 1 Eisenheim mit Oberhausen und Sterkrade.
Filialstelle der "Hamburger Allgemeinen Kranken und Sterbekasse der Metallarbeiter" eröffnet mit zunächst 18 Mitgliedern.
Gründung einer Zahlstelle der Krankengeldzuschußkasse der kath. Arbeitervereine Deutschlands, 92 Mitglieder.
1898
Einwohnerzahl: 9921.
Die Gemeinde errichtet für den Polizeisergeanten in Klosterhardt eine Wohnung mit Arrestzellen.
15. Mai Gründung eines Spar- und Kreditvereins für Handwerker und Kaufleute.
Auf dem Marktplatz wird ein Steigeturm mit Spritzenhaus und Gefängnis errichtet.
01. Juli Erster Kommunal Baumeister, Hausmann, angestellt.
Bau einer Gasanstalt durch die Berlin-Anhaltische Maschinenbau AG in Berlin.
1899
Einwohnerzahl: 10 916.

versorgt eine Gasanstalt die Häuser im Dorfkern mit Leuchtgas.

08. Oktober Das Denkmal Kaiser Wilhelm I. vor dem Rathaus wird feierlich enthüllt. Im ersten Weltkrieg eingeschmolzen und 1933 durch ein großes Eisernes Kreuz ( zum Gedenken an die Kriegsopfer des 1. Weltkrieges ) ersetzt.
Die Straßenbahnlinie 2 erreicht, von Oberhausen kommend, die Ortsmitte.
Die Dampfziegelei Theilemeier nimmt mit 50 Mitarbeitern an der Ziegelstraße den Betrieb auf.
wird die GHH Werkssiedlung an der Ripshorsterstraße gebaut.
1900
Einwohnerzahl: 12 177.
Die GHH baut bis 1910 in der Kolonie Stemmersberg 98 Häuser mit 392 Wohnungen.
Bürger polnischer Abstammung gründen den Gesangverein "Stern der Einigkeit".
18. November Gründungsfest des polnischen Vereins "St. Joseph".
1901

nimmt das Grobblechwalzwerk der GHH die Produktion auf.

01. April Die Sparkasse wird selbständig.
01. April Osterfeld führt Straßennamen und Hausnummern ein.
01. April Das Rathaus kann nach dem Umbau wieder bezogen werden.
Die Straßenbahnlinie 2 wird bis Sterkrade verlängert.
1902

richtet ein Bottroper Notar im Ort regelmäßige Sprechstunden ein.

Die ersten Bürgersteige werden angelegt.
01. Oktober Das neu Postgebäude Osterfeld II an der Kniestraße wird bezogen.
Bau der Siedlung Stemmersberg - 114 Häuser und 438 Wohnungen
1903
Erster Strassenreinigungswagen mit Wassertechnik in Betrieb genommen.

übernimmt das Wasserwerk Oberhausen das Rohrleitungsnetz von der GHH und beliefert den Ortskern mit Trinkwasser. (Siehe 1888) Insgesamt versorgen sich noch 514 Osterfelder Haushalte aus privaten Brunnen.

Die Kommune kauft das Gaswerk (Siehe 1899).
1904
schließen sich Osterfelder Bürger nach ihrer Militärzeit je nach Waffengattung in Marine-, Garde- oder Kavallerievereinen zusammen.
Erwerb von 5ha Land vom Grafen Westerholt-Gisenberg zur Errichtung eines Volksgartens an der Kapellenstraße.
Gründung des Waisenhauses.
Gründung der Emschergenossenschaft.
Nach dem Erwerb von 5 Hektar Land vom Grafen Westerholt-Gisenberg wird der Volksgarten an der Kapellenstraße errichtet.
Nach dem zweiten Flügelanbau kann das Rathaus wieder bezogen werden.
14. August gründen Eisenbahnbeamte den Spar- und Bauverein ( die heutige GeWo ).
1905
Einwohnerzahl: 20053
01. Januar Beginn der Bauarbeiten des Volksgartens. Bauzeit 1905 - 1912.
01. Januar Gründung der Innung selbständiger Handwerker.
01. April Gründung des Zweigvereins Vaterländischen Frauenvereins.
01. Juni Ein Versorgungsamt für alte Leute und Kinder wird gebaut.
Das Rathaus hat nach mehreren Umbauten das heutige Aussehen.
1906
Gründung des Spar.- und Rabattvereins der Kaufleute.

01. April

Die Preußische Postverwaltung wandelt das Postamt III. Klasse in ein Postamt II. Klasse um.

läßt sich Rechtsanwalt Eicker in Osterfeld nieder.

Die GHH baut die Kolonie Vondern mit 416 Wohnungen in 126 Häusern.
Sportverein Osterfeld 06 wird gegründet - ab Mai beziehen sie den Sportplatz am Gasometer.
1907

eröffnet das Bankhaus Ulrich & Co aus Gladbeck eine Filiale.

Das erste Osterfelder Adressbuch erscheint.
Ein Kaufmanns.- und Gewerbegericht wird eingerichtet.
Osterfelder Bürger, die als Pioniere gedient haben, gründen den Pionierverein.
1908
01. April zieht die Post von der Ecke Hauptstraße/Poststraße (heute Bottroper Straße/Hans-Sachs-Straße) in das Gebäude Vikariestraße um.
ist die Kanalisation im Ortskern betriebsbereit.
verzeichnet die Sparkasse das 10000ste Sparbuch
1909
01. Januar Das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk beliefert Osterfeld mit elekrischer Energie.
Anzahl der Ausländer: 2450.
Gründung des Gesangsvereins "Liedertafel" in Klosterhardt.
15. Juli

übergibt die Vestische Straßenbahn AG die Linie 18 von Bottrop nach Osterfeld ihrer Bestimmung.

1910
Einwohnerzahl: 26527
01. Mai Das Restaurant "Volksgarten" an der Kapellenstraße wird eröffnet.
Der Herzog von Arenberg stiftet 5000 Mark zur Errichtung eines Waisenhauses.
10. Dezember. Überleitung der Emscher in das neue Kanalbett. Die Emscher ist von der Mündung bis Osterfeld kanalisiert.
1912
Februar Der Fussballclub "Spielclub Osterfeld" wird in Eisenheim gegründet - Der Sportplatz ist an der Zementfabrik von Keuschen.
1912 - 1928 wird die Jacobisiedlung gebaut.
eröffnet der Gastwirt Johann Husemann in dem Saal seiner Gaststätte an der Bottroper Straße das erste Kino Osterfelds, die Lichtspiele.
1913
Die Zeche Jacobi nimmt die Förderung auf.
01. April Osterfeld bekommt im Postgebäude den ersten öffentlichen Fernsprecher.
Gründung des Männergesangvereins "Heideblümchen" auf der Osterfelder Heide.
Die Osterfelder Gasanstalt stellt die eigene Gasfabrikation ein. (Siehe 1903) Versorgung durch Kokereigas der Zeche Osterfeld.
1914
fahren die ersten Schiffe auf dem Rhein-Herne-Kanal.
20. August In Osterfeld werden alle unausgebildeten Landsturmpflichtigen im Alter von 20 - 39 Jahren zur Wehrdienstmeldung aufgerufen.
1914-
1918
sterben bei den Kampfhandlungen im 1. Weltkrieg mehr als 600 Osterfelder Bürger.
1915

erhalten die Osterfelder erstmals Lebensmittelkarten.

Bau des Bischof Ketteler Hauses.
Bau des Innungshauses.
Die Post stellt ebenso wie die Eisenbahn Frauen ein
10. März Einweihung des kath. Arbeiterhauses
1916
7. April eröffnet der Apotheker Kreymann aus Duisburg im Haus Rothebuschstraße 7 in Osterfeld die »Hindenburg Apotheke«, deren Kunden hauptsächlich aus dem Umgebung der Jacobischächte kommen.
1917
1.November wird das Kaiser-Wilhelm-Denkmal, das 1899 gegenüber dem Amtshaus in Osterfeld errichtet worden war, eingezogen. Wie viele andere Metallgegenstände fällt es unter die Rubrik »kriegswichtig«, wird eingeschmolzen und dient fortan in anderer Form einem noch höheren Zweck.
Mai

läßt die Gemeinde wegen des Kleingeldmangels Ersatzgeldscheine mit den Werten 10 Pfennig und 50 Pfennig drucken

1918
liefert die Zeche Jacobi auch Koks
Das Kaiser Wilhelm Denkmal wird von Spartakisten vom Sockel gestoßen. Danach wurde es durch ein eisernes Kreuz ersetzt.
11. November Bildung eines "Soldatenrates" mit einem Wachlokal im Innungshaus.
1919
23. Februar Auflösung der Soldatenräte durch Regierungstruppen.
29. September Beschluss der Gemeinderatssitzung für einen Antrag an den preußischen Innenminister zur Verleihung der Städteordnung (Stadtrechte).
1920

Einwohnerzahl: 31280.

übernimmt ein Vollzugsrat der "Roten Ruhrarmee" vom 20. März bis zum 3. April die Verwaltung in Osterfeld.
15. März Streik wegen des Kapp-Putsches (15.03. - 17.03. und 30.03. - 06.04.)
27. März Einmarsch der Reichswehr.
Die GHH erweitert die Kolonie Stemmersberg östlich der Hügelstraße um 15 Häuser mit 40 Wohnungen.
Die Gemeinde Osterfeld kauft das "Innungshaus".
1921
Einwohnerzahl: 32850.
Es gab 50 Kneipen - auf 1 Kneipe kamen 657 Einwohner.
01. April Gründung eines kath. Waisenhauses unter der Leitung der "Schwestern von der Göttlichen Vorsehung".
27. Juni

Osterfeld erhält durch die Verfügung des preußischen Innenministers Stadtrechte. Osterfeld scheidet somit aus dem Verband des Landkreises Recklinghausen aus.

01. November Regierungsrat Johannes Kellinghaus tritt sein Amt als Bürgermeister an.
verdient jeder 5. abhängig Beschäftigte in Osterfeld sein Geld bei der Reichsbahn.
1922
01. Januar scheidet Osterfeld aus dem Kreisverband Recklinghausen aus und wird kreisfrei.
Amtmann Langweg geht in den Ruhestand.
28. April Bürgermeister Kellinghaus wir zum Oberbürgermeister ernannt.
07. Mai Gründung eines Sportvereins der kath. Jugend im Ortsteil Rothebusch, aus dem im September 1924 der Verein "Adler Osterfeld" hervorgeht.
SV Adler Osterfeld wird gegründet.
1923
01. März darf die Stadt Osterfeld darf ein Wappen führen.
01. März Die Druckerei Welbers druckt das Osterfelder Notgeld.
Der Bau der Eisenbahn-Unterführung am Bahnhof Osterfeld-Nord beginnt.
DJK Arminia Klosterhardt wird gegründet.
1924
Urnenfunde im Rothebusch
Neubau der Sparkasse an der Westfälischen Straße.
11. August wird der Anbau des Osterfelder Krankenhauses eingeweiht.
1925
Einwohnerzahl: 32.655
23. Januar An diesem Tage ist die Eröffnung der Schauburg im Saal Husemann auf der Bottroper Straße. Es wird der Film "New York bei Nacht" gezeigt.

Die Unterführung am Nordbahnhof wird dem Verkehr übergeben.

Das Freibad an der Bachstraße (heute Elpenbachstraße) auf Klosterhardt nimmt den Betrieb auf.
Anpachtung von 120 Morgen Wald vom Grafen Droste Vischering von Nesselrode zur Erweiterung des Stadtwaldes.
Einrichtung eines Bauamtes.
Bau der Genossenschaftshäuser an der Bergstraße.
18. Juli Ein neues Waisenhaus für 60 Kinder unter der Leitung der "Schwestern von der Göttlichen Vorsehung" wird im Ortsteil Rothebusch feierlich übergeben.
08. August Gründung einer Ortsgruppe der NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei).
1927
läßt die Stadt den "Waldhof" und die Anlagen im Stadtwald bauen.
Schließung des alten Kommunalfriedhofes (alte Polizei)
20. April Empfang des neuen deutschen Box Meisters Emil Swart aus Osterfeld.
13. Juni Eröffnung des Sommerfreibades Klosterhardt am Elpenbach.
01. Oktober wird die neue Straßenbahnlinie 18 von Osterfeld zur Zeche Jacobi und von Bottrop nach Sterkrade dem Verkehr übergeben.
1928
Gründung des Sportvereins "Etus Osterfeld".
Die "Schönstätter Marienschwestern" übernehmen die Caritasarbeit in Osterfeld, bis 1986.
1929
Einwohnerzahl: 33733 - Fläche: 1282 ha, 82ar, 37qm.
Im Zuge der Kommunalen Neugliederung wird der Bezirk Vonderort nach Bottrop abgemeindet.
26. Juli Letzte Ratssitzung der Stadt Osterfeld.

Die Gutehoffnungshütte nimmt am Rhein Herne Kanal ( auf Osterfelder Gebiet ) einen 350.000m³ fassenden " Wasserlosen Scheibengasbehälter" zur Speicherung von Gichtgas in Betrieb.

01. August bilden die selbständigen Städte Oberhausen, Sterkrade und Osterfeld die kreisfreie Stadt Oberhausen (Rhld) mit 193 000 Einwohnern
Der RSV Klosterhardt wird gegründet.
1930

entläßt die Gutehoffnungshütte wegen des stockenden Absatzes auf ihren Zechen Osterfeld, Vondern und Jacobi insgesamt 13 000 Mitarbeiter

1931
wurde aus Sparkasse Osterfeld die städtische Sparkasse Oberhausen.
1932
Stättische Beteiligung am "Freibad Klosterhardt" durch Pachtvertrag mit dem Betreiber, Schwimmsportmeister Hubert Schneider.
1933
01. April Umbenennung des Lyzeum Vorplatzes an der Westfälischen Straße in "Horst Wessels Platz" durch die Nationalsozialisten.
1934
übernehmen die Röder Betrieb die Lichtspiele
1935

werden die Osterfelder Gaslaternen automatisch an- und ausgeschaltet. Der Beruf des Laternenanzünders fällt dem technischen Fortschritt zum Opfer.

1937

fahren auf dem Autobahnteilstück von Oberhausen nach Recklinghausen die ersten Kraftwagen.

1938
sind die Luftschutzsirenenanlagen installiert
30.-31.08.

richten die seit Menschengedenken schlimmsten Regenfälle große Schäden an. Der Koppenburgs Mühlenbach tritt über die Ufer, setzt die Stadtmitte unter Wasser, macht die Gleisanlagen östlich des Bahnhofs Osterfeld-Nord unpassierbar und reißt Teile der Ripsdörnestraße mit sich. Danach wurde der Mühlenteich zum Staubecken und der Mühlenbach kanalisiert.

1939
verteilt das Ernährungsamt die neuen Lebensmittelkarten an die Bevölkerung. Neubau der Zeche Osterfeld.
Erster Kinderkarnevalszug in Osterfeld.
1940
11. Mai fallen bei einem Luftangriff zum ersten Mal Bomben auf Osterfeld.
1944
30. März

kommen vor dem Luftschutzbunker an der Werrastraße in Eisenheim durch eine Luftmine 41 Menschen zu Tode und 32 weitere werden verletzt. Es werden 10 Häuser total zerstört und 25 Häuser schwer beschädigt.

30. November legt ein schwerer Bombenangriff auf Osterfeld den Förderschacht Osterfeld 3 in Schutt und Asche.
Die Gaststätte Waldhof wird ebenfalls in der Nacht vom 29. auf den 30. November durch einen Fliegerangriff total zerstört.
1945
04. Februar werfen 113 Maschinen der Royal Air Force über Osterfeld rd. 300 Tonnen Bomben ab; bei dem Angriff sterben sechs Menschen.
30. März

besetzen amerikanische Truppen Osterfeld. Die US-Militärregierung verhängt für die Zeit von 21.00 Uhr bis 5.30 Uhr ein Ausgehverbot und ordnet die Ablieferung aller Schußwaffen, Radios und Brieftauben an. Der Stadtamtmann Schäfer wird als Oberbürgermeister eingesetzt.

18. Mai Ehemalige russische Kriegsgefangene erschießen auf der Suche nach früheren Aufsehern im Forsterbruch Jacob Renscheid, den Gastwirt Leo Buschmann und dessen Tochter Käthi in der Gaststätte Buschmann an der Sterkrader Straße.
17. Juni lösen britische Einheiten die Amerikaner ab.
In einem Lagerraum auf der Gildenstraße wird ein Notkino mit knapp 100 Sitzplätzen eröffnet.
1946
brennt der Gasometer am Rhein-Herne-Kanal bei Reparaturarbeiten völlig aus
1948
Die zerstörte Kanalbrücke an der Osterfelder Straße wird wiederhergestellt.
1949
04. Oktober Oberbürgermeister Aschmann übergibt das stätt. Kinderheim an der Waisenhausstraße den "Marienschwestern von Schönstatt".
1950
In den 50er Jahren verschwindet für immer das eiserne Kreuz vor dem Rathaus.
geht der Gasometer wieder in Betrieb
Abbruch des alten, kriegsbeschädigten Bahnhofes Osterfeld-Süd.
14. Januar Prüfungssingen des deutschen Sängerbundes mit 21 Chören aus Oberhausen in 5 Klassen.
14. Januar

kürt die Große Osterfelder Karnevalsgesellschaft (GOK) den ersten Karnevalsprinzen nach dem 2. Weltkrieg: Herrn Karl Werner Janßen.

21.Februar

erblickt die Osterfelderin Ingeborg Kortz um 21.40 Uhr im St. Marienhospital Osterfeld das Licht der Welt. Durch die Geburt der jungen Erdenbürgerin steigt die Einwohnerzahl der Stadt Oberhausen auf 200 000. Oberbürgermeister Otto Aschmann (CDU) überreicht den Eltern ein Sparkassenbuch über 500 DM.

30. März

pflanzen Schüler der Overbergschule 6000 Bäume zwischen der Osterfelder Straßenbrücke und der Eisenbahnbrücke Osterfeld Nord.

12. April werden die Reste der Flakstellung an der Bergstraße beseitigt.
20. April Eröffnung der Kaufhalle in Osterfeld.
22. Oktober Große Leistungsschau des Osterfelder Einzelhandels und des Handwerks im Kettelerhaus.
1951
11. September Bezug des CVJM-Heimes für Jungbergleute an der Schützenstraße.
1952
Januar Eröffnung des Berglehrlingsheimes an der Kapellenstraße.
1953
gründen musikbegeisterte Osterfelder den Spielmannszug Rothebusch.
In Osterfeld nimmt ein "Bezirksausschuß" die Arbeit auf.
1953
1954
Der Mühlenbach wird an die Kanalisation angeschlossen
1954
Abbruch des Rübekamphofes wegen Baufälligkeit.
August ist das Glückauf-Haus fertiggestellt.
25. August Eröffnung des Atrium Theaters im Neubau des Glückaufhauses durch die Röderbetriebe. Das Atrium bietet 470 Besuchern Platz. Es wird der Film "Das Gewand" gezeigt. Der erste CinemaScope Film mit Magnetton.
Dezember fällt das "Bügeleisenhaus" der Spitzhacke zum Opfer.
21. Dezember Die erweiterte Brücke über die Werksbahn an der Teutoburger Straße ist fertiggestellt.
1955
01. Januar Eröffnung des "Jacobi-Lichtspieltheaters " an der Teutoburger Straße. Es bietet Kinogenuss für 800 Besucher.

muß das Sommerbad Klosterhardt (siehe 1925) offiziell die Pforten schließen, weil die Qualität des Elpenbachwassers nicht mehr den hygienischen Anforderungen genügt.

1956
19. Januar
Eröffnung des Stern Kaufhauses am Marktplatz
01. Juli

vergibt die Zulassungsstelle die ersten neuen Nummernschilder, die das Kürzel OB und weitere Buchstaben- und Ziffernkombinationen zeigen

1957
11. August fusioniert der RSV Klosterhardt mit SV Glückauf Fuhlenbruck. Daraus entsteht die RSV/GA Klosterhardt 1929.
1958
02. Oktober Sommerbad am Elpenbach auf der Klosterhardt für immer geschlossen.
1959
02. Januar Abbruch des Ehrenmals am Marktplatz.
10. Dezember

eröffnet am Dirlingsweg auf dem Tackenberg die Firma Schätzlein den ersten "Supermarkt", in dem sich die Kunden nach amerikanischem Vorbild selbst bedienen.

1960
21. April Mit einem 2:0 Sieg über den SV Neukirchen sichert sich der BV Osterfeld die Niederrheinmeisterschaft im Fußball.
25. Mai Übergabe der Osterfelder Stadtteilbücherei an der Westfälischen Straße.
29. Juni Der BV Osterfeld wird in Herford deutscher Vizemeister der Amateure. Hannover 96 Amateure : BV Osterfeld 3:0.
Erweiterung und Umbau der Stadtsparkasse.
1961

beginnt die Sanierung der Kolonie Stemmersberg. Die Wohnungen bekommen Kanalanschlüsse, Waschküchen und Badezimmer. Die GHH lehnt die Bitte einer Klosterhardter Bürgerinitiative ab, den Park an der St. Antony-Hütte frei zugänglich zu machen, weil es sich nach ihrer Meinung um eine historische Stätte handelt, die zur Erinnerung an die "Wiege der Ruhrindustrie" geschont und erhalten bleiben muß.

Als erstes deutsches Großunternehmen führt die HOAG-Bergbau die bargeldlose Lohnzahlung ein.
15. März Einweihung des ersten städtischen Altenheims, in Osterfeld am Mühlenbach Louise Schröder Heim.
1962
10. April

verkauft Graf Droste zu Vischering von Nesselrode-Reichenstein den 54 ha großen Osterfelder Stadtwald an die Stadt Oberhausen. Stadtdirektor Oberhausens war zu der Zeit Dr. Werner Peterssen.

03. September Gründung der Interessengemeinschaft Osterfeld e.V.
1963
Einwohnerzahl: 54714
01. Oktober wird das Postamt Osterfeld dem Postamt Sterkrade angegliedert.
06. Dezember läßt die Stadt den nicht mehr benötigten 64 jährigen Scheibengasbehälter an der Nürnberger Straße demontieren.
Nach nur 9 Jahren wird das Jacobi-Lichtspieltheater durch den stetigen Rückgang der Besucherzahlen geschlossen.
1964
Oktober Einstellung der Güterabfertigung im Bahnhof Osterfeld-Süd.
13. Oktober

fällt in Eisenheim das letzte der insgesamt sieben "Meisterhäuser" der GHH aus dem Jahre 1846 der Spitzhacke zum Opfer

November Neuaufstellung des Kriegerdenkmals vom ehemaligen alten Friedhof an der Vinzenzkirche zur Pankratiuskirche.
wird das Schwesternheim des Krankenhauses eingeweiht.
1965
Die Omnibuslinie 22 ersetzt die Straßenbahnlinie 2 der Stadtwerke Oberhausen AG.
Als 1. Altersheim der Stadt Oberhausen in der Nachkriegszeit eröffnet das Louise Schröder Heim an der Siepenstraße.
1966
01. April Neueröffnung des Filmtheaters "Atrium" im Glückaufhaus.
1967
04. Februar Seit 1939 rollt nun endlich wieder der Karnevalszug durch Osterfeld.
Erweiterung und Umbau der Stadtsparkasse.
1968
16. April

stellt die Vestische Straßenbahn AG den Straßenbahnbetrieb auf ihrer Linie 10 (Bottrop, Pankratiuskirche, Bergstraße, Hasenstraße) ein. Die Straßenbahnlinie 1 der Stadtwerke Oberhausen AG wird auf Omnibusbetrieb umgestellt.

02. September Das "Atrium-Kino" schließt wegen rückläufiger Besucherzahlen. Damit schließt das letzte Kino Osterfelds. Nachmieter der Räume ist das Statistische Landesamt.
05. September Die Elly Heuss Knappstiftung wird ihrer Bestimmung übergeben. Dort befinden sich 163 unterschiedlich große Altenwohnungen und ein Pflegeheim mit 139 Plätzen.
Dezember Die Gaststätte "Innungshaus" auf der Ecke Berg.- und Westfälische Straße schießt ihre Pforten.
1969
Die Reste der Antony Hütte, außer das Haus von Gottlob Jacobi, werden abgerissen um einer Parkanlage Platz zu machen.
1970

wird der alte Bahnhof Osterfeld Süd abgerissen und ca. 200m weiter in Richtung Stadtmitte neugebaut.

1971
01. März wird das Osterfelder Hallenbad an der Westfälischen Straße, direkt nachdem die damalige Oberbürgermeisterin von Oberhausen Frau Luise Albertz und der damalige Stadtsportlehrer Klaus Brosius ihre Eröffnungsreden gehalten hatten, eröffnet .
Das neue Bahnhofsgebäude Osterfeld-Süd wird seiner Bestimmung übergeben.
01. September wird das Postamt Sterkrade dem Postamt 1 Oberhausen angegliedert.
1972
1972-74 Gestaltung des Revierparks Vonderort mit Freiteithaus, Spiel und Sportzone.
Eisenheim wird unter Denkmalschutz gestellt.
Beginn der Arbeiten für den Revierpark Vonderort auf dem Gelände einer alten Kiesgrube die mit größtenteils Bauschutt und Hausmüll verfüllt wurde.
19. Januar Eröffnung der Altenbegegnungsstätte im "Caritashaus" an der Nürnberger Straße.
Mai zwingt das Landesforstgesetz vom 1. Januar 1970 die GHH, den streng gehüteten und mit allen Mitteln verteidigten Antony-Park für die Öffentlichkeit freizugeben.
17. August Eröffnung der "Woolworth-Filiale" im Neubau auf dem Gelände des früheren Pastorats.
20. Oktober Übergabe der Turnhalle am "Friesenhügel" an der Kapellenstraße.
1973
01. März

geht die modernisierte Kokerei Osterfeld in Betrieb. (Bausumme 100 Millionen DM).

1974
18. Mai wird der erste Bauabschnitt des Revierparks Vonderort (Spiel und Sportzone) seiner Bestimmung übergeben.
27. Juni Das Wellenschwimmbad im Revierpark Vonderort wird eröffnet.
01. August Freigabe des Autobahnabschnittes der A42 (Emscherschnellweg) zwischen den Anschlußstellen Bottrop und Osterfeld.
19. Oktober Die Vestische Straßenbahn AG stellt den Straßenbahnbetrieb auf der Linie 17 von Bottrop Pferdemarkt zur Hasenstraße ein.
Aus dem Spielverein Osterfeld 06 und dem Spielclub 1912 wird die Sportgemeinschaft Osterfeld - SGO
1975
23. Januar Das Sportzentrum mit Doppelsporthalle an der Heinestraße wird seiner Bestimmung übergeben.
27. April Der MGV "Eintracht Osterfeld" erhält zum 100 jährigen Bestehen durch den NRW Kultusminister Girgensohn die "Zelterplakette" verliehen.
12. Juli Eröffnung des Revierparks Vonderort und Aufstellung des letzten Förderwagens der Zeche Jacobi vom 31. März 1974.
Einrichtung der Bezirksvertretung Osterfeld.
Erweiterung und Umbau der Stadtsparkasse.
1976
14. Februar Eröffnung des "Aktivariums" im Revierpark Vonderort.
August Sanierung des Weihers im Antoniepark mit zwei Erholungsplattformen am Weiherrundweg.
August Abbruch des letzten Hindernisses am Emscherschnellweg. Der Garten von Fritz Tamm, in Höhe der Scheuerstraße, ragte in die Fahrbahntrasse.
Oktober Abbruch des Kettelersaales im Bischof Ketteler Haus an der Kettelerstraße.
1977
März Abschluss der Rekultivierungsarbeiten und der Parkgestaltung im Zuge des Elpenbachs.
30. März wird die Autobahn A516 dem Verkehr übergeben.
03. Mai Entgültige Schließung der Bahnschranke Emschertalbahn im Zuge der Bottroper Straße und somit Teilung dieser Straße.
Erweiterung der Elly-Heuss-Knappstiftung um Haus 2 mit 205 weiteren Pflegeplätzen.
1978
Renovierung des Bürgerhauses in der Kolonie Vondern durch die Arbeiterwohlfahrt Oberhausen.
20. September Einweihung des "Altenzentrums Kettelerhaus".
1979
gründen Osterfelder Kaufleute die Werbegemeinschaft Osterfeld (Wego).
14. September Die Firma "Readymix" nimmt ein Transportbetonwerk an der Osterfelder Straße in Betrieb.
1980
14. März Die Ordensschwestern der "Göttlichen Vorsehung" nehmen Abschied von Osterfeld.
02. September Gründung des Bürgerrings Osterfeld als Nachfolger der Interessengemeinschaft.
1981
April Einrichtung der GMG-Selinge-Camii (Moschee) Ecke Ziegel.- Hügelstraße.
10. September

wird die Eislaufhalle im Revierpark Vonderort ihrer Bestimmung übergeben.

Das neue Kohlenmischlager der Kokerei Osterfeld nimmt den Betrieb auf
1982
Umfangreiche Sanierungsarbeiten an der Burg Vondern
02. Juni Übergabe des Feuchtbiotops "Koppenburger Mühlenbach".
1984
Februar

Die Stadt Oberhausen richtet im Bahnhofsgebäude Osterfeld-Nord für die Jugendlichen in Osterfeld ein Haus der offenen Tür ein.

30. Juni Die Kokerei Jacobi stellt den Betrieb ein.
1985-
1987
dauert der Bau der Nordumfahrung in Osterfeld.
1985
11. Mai Eröffnung des Wellenbades im Revierpark Vonderort.
01. Oktober Aufgabe des Bürgerhauses in der Kolonie Vondern durch die "Arbeiterwohlfahrt Oberhausen".
1986
13. September Abschluss der Baumaßnahmen durch die "Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Osterfeld" (GeWo) an der Jacob Plum Straße.
06. Oktober Schließung des Waisenhauses unter der Leitung der "Schönstätter Marienschwestern" an der Waisenhausstraße.
14. Oktober "Wasser marsch" für den Brunnen am Wappenplatz. Gestaltung durch Tisa von der Schulenburg, Ursulinenschwester in Dorsten. Gestiftet von der Bürgerstiftung der Stadtsparkasse Oberhausen.
Erweiterung und Umbau der Stadtsparkasse.
1987
04. April Erstes Brunnenfest auf dem Wappenplatz
15. Juni Erste Beisetzung auf dem Ostfriedhof
16. November wird die Osterfelder Nordumfahrung dem Verkehr übergeben
1988
März

Im Rahmen der Aktion Kultur 90 verschönern Motive aus der Bergbaugeschichte Osterfelds die graue Betonwand an der Osterfelder Straße.

13. März schließt die Kokerei Osterfeld ihre Tore.
April Die Häuser an der Bottroper.- Ecke Osterfelder Straße müssen für eine breitere Straße weichen.
1989
August In Vondern wird eine fußgängerbrücke über die Emscher den Bürgern übergeben.
1991

öffnet das Solbad im Revierpark Vonderort seine Pforten.

Der erste Oberhausener Golf-Club erhält den Namen "Jacobi"
1992
Der erste Spatenstich für den Volksgolfplatz Zeche Jacobi wird vollzogen.
Die Zeche Osterfeld stellt die Förderung ein.
Februar Die Wirtschaft "Steinhaus im Loch" auf der Vestischen Straße schließt. In diesem Gebäude befand sich vorher die erste ev. Schule in Osterfeld. (eröffnet am 13. Juli 1878)
1993

wird der Wappenplatz in Osterfeld umgestaltet.

Februar Die Untere Denkmalbehörde stellt den Förderturm über dem verfüllten Schacht Osterfeld 4 unter Denkmalschutz.
03. Juni Die Werkstatt der Lebenshilfe an der Teutoburger Straße wird eröffnet.
Die Firma Babcock beginnt, den Gasometer in eine Ausstellungshalle umzubauen.
30. August Schließung der Postfiliale Hasenstraße.
Ärztedichte in Osterfeld:
Ein Hausarzt pro 3222 Einwohner
Ein Facharzt pro 2094 Einwohner
Ein Zahnarzt pro 3222 Einwohner
1994
Beginn der Arbeiten zum Anlegen eines Gehölzgartens "Ripshorst".
22. Juli lockt die Ausstellung Feuer und Flamme fast 200 000 Besucher in den Gasometer.
September Eine neue Fußgängerbrücke über den Rhein-Herne Kanal verbindet Osterfeld mit dem späteren Gehölzgarten Ripshorst.
11. Oktober Spatenstich für HDO
1995
Mai beginnt der Bau des Medienzentrum Osterfeld. Das Gebäude bietet Räume für Studios, Bildbearbeitung und ein Kino. Die technische Ausrüstung übernimmt die Philips AG.
04. Juli Errichtung einer Gedenkstätte für russische Zwangsarbeiter an der Harkortstraße durch die Schüler der Theodor-Heuss Realschule.
1996
Fertigstellung des Studios HDO - High Definition Oberhausen
23. August Freigabe der A42 Brücke im Zuge der Osterfelder Straße.
12. September öffnet das CentrO. in der Neuen Mitte Oberhausen seine Pforten.
1997
April Die ersten Bäume werden auf dem ehemaligen Zechen- und zukünftigen OLGA Gelände gepflanzt.
25. September übernimmt die Betreibergesellschaft HDA das modernste Zentrum für digitale Bildverarbeitung in Europa, das Film- und Fernsehtechnologiezentrum HDO, zur Miete.
1999
01. Mai -
03. Oktober
läuft auf dem Gelände der stillgelegten Zeche Osterfeld die Oberhausener Landesgartenschau OLGA. - Offizieller Titel "Neue Gärten". Eröffnet durch den damaligen NRW Ministerpräsidenten Wolfgang Clement und unserem ehemaligen Oberbürgermeister Burkhard Drescher.
Es werden in 156 Tagen 4 Parkfeste mit den Themen Luft, Wasser, Erde und Feuer gefeiert. Der Zirkus Roncalli präsentierte sich mit einem historischen Jahrmarkt und Akteueren aus 14 Ländern.
Das 50m hohe Riesenrad wurde eigens dafür vom Oberhausener Schausteller Oscar Bruch jun. gebaut.
Die OLGA besuchten 410316 Besucher, Kalkuliert waren 300000.
Die Biene OLGA lief während der Zeit ca. 1092km händeschüttelnd durch das Publikum. Das macht einen Schnitt von 7km pro Tag.
18. Juli Das "Haus der Kirche" auf dem OLGA Gelände eröffnet.
24. September hebt sich im TheatrO CentrO. zum ersten Male der Vorhang für das Rock-Märchen Tabaluga & Lilli.
2000
Einwohnerzahl: 41081
05. August Die Körperwelten kommen in den Garten Dome. Die Austellung sollte bis zum 19. November gehen. Wegen des großen Andrangs hat man sie bis zum 28. Januar verlängert. In dieser Zeit sahen nur in Osterfeld 687.864 Besucher die Austellung. Weltweit hat bis zum jetzigen Tag (09/2006) diese Ausstellung weltweit uber 20 Millionen Besucher angezogen.
29. Oktober Inoffizielle Eröffnung des Golfplatzes auf dem ehem. Gelände der Zeche Jacobi.
2001
22. April wird der Volksgolfplatz auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Jacobi offiziell seiner Bestimmung übergeben.
30. Juni fällt im TheatrO CentrO. zum letzten Male der Vorhang für das Rock-Märchen Tabaluga & Lilli. Wegen der fehlenden Zuschauer muß das für 5 Jahre geplante Projekt schon nach 21 Monaten aufgegeben werden.
2002
erhält der Gasometer einen neuen Anstrich.
15. Dezember

nimmt die private Prignitzer Eisenbahn (PEG) den Betrieb auf der Strecke Oberhausen - Dorsten über Osterfeld-Süd auf

2003
baut die Türkisch-islamische Gemeinde auf dem Tackenberg eine große Moschee.
Die Deutsche Bahn AG beginnt, den Zugbildungsbahnhof Oberhausen-Osterfeld Süd zu modernisieren und zu erweitern.
März Der Radfahrweg (ehemalige Zechen.- und Hüttenbahnstrecke), von dem Golfplatz Jacobi zur Haniel Halde, wird für die Öffentlichkeit freigegeben.
30. April Der Kreisverkehr Teutoburger Straße/Siepenstraße/Im Fuhlenbrock wird für den Verkehr freigegben.
2004
Juli Besitznahme der Ditib-Mevlana-Camii (Moschee) an der Wasgenwaldstraße.
30. August Abriss der Stadtwaldbrücke über die Bottroper Straße.
2005
24. September Einweihung der Ditib-Mevlana-Camii (Moschee) an der Wasgenwaldstraße. Die erste neu gebaute Moschee in Oberhausen.
19. Dezember Eröffnung des Job-Centers an der Waghalsstraße.
2009
Mai Neueröffnung der Ripshorster Brücke nach rund 18 Monatiger Bauzeit.
2009
04. Dezember Nun ist es soweit. Das Hallenbad Osterfeld schließt für immer seine Pforten.
  
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